Zahnersatz made in China

Seit August 2009 bieten einige große deutsche Krankenkassen, darunter auch die DAK, sogenannte Selektivverträge an. Zusammen mit Managementgesellschaften sollen Zahnärzte vernetzt werden, die sich u. a. dazu verpflichten, ihren Patienten Zahnersatz zum Nulltarif anzubieten – mit Materialien aus Billiglohnländern wie China. Die Zusammenarbeit erfolgt über ein Zahnlabor, das die Produkte aus Asien überprüft und an die Praxen ausliefert. Derzeit haben sich bereits rund 450 Zahnärzte dem Netzwerk „dent-net“ angeschlossen.

Aus Patientensicht läuft das Ganze dann so ab, dass diese die Teilnahmeerklärung zum Nulltarifangebot unterschreiben. Dieses Angebot gilt jedoch nur für die Regelversorgung und nur bei Vorlage eines Nachweises der lückenlosen 10-jährigen Vorsorgeuntersuchung. Aber auch außerhalb der Regelversorgungen werden die Kosten günstiger. Doch das alles kommt natürlich mit einer nicht ganz unfragwürdigen Bedingung: Mit seiner Unterschrift verzichtet der Patient darauf, seinen Zahnarzt frei zu wählen. Stattdessen vermittelt ihm die Krankenkasse einen der Zahnärzte, die dem Netzwerk beigetreten sind. Die freie Arztwahl ist dahin.

Geworben wird mit günstigem bis kostenlosem Zahnersatz und verlängerten Garantiezeiten. Klingt vielleicht verlockend, wenn man bedenkt, wie teuer der Besuch beim Zahnarzt werden kann, doch so unbedenklich ist dieses Angebot nicht. Kritiker rufen mehr oder weniger leise „Patientensteuerung“ – und dieser Vorwurf ist durchaus plausibel.

Und nicht nur das. Durch die Verwendung der China-Produkte wird ein ganzer Berufsstand in Deutschland boykottiert und dadurch Arbeitsplätze im Bereich der Zahntechnik gefährdet. Doch Geld regiert die Welt – und das gilt anscheinend auch (oder vielleicht vor allem?) im Gesundheitssystem.

Zahnfüllungen

Je nach Größe der zu füllenden Kavitäten sind verschiedene Füllungsmaterialien indiziert. Bei Frontzahnfüllungen wird hauptsächlich mit Kunststoff beziehungsweise Composite gearbeitet. Sind die Defekte hier größer, muss man eine Teilkrone (ein Inlay oder Onlay), eine Krone oder ein Veneer verwenden.
Füllungen im Seitenzahnbereich wurden früher fast ausschließlich mit Amalgam restauriert. Heute verwendet man hier oft eine Mischung aus Kunststoff und Keramikpartikeln oder es werden Inlays (Einlagefüllungen) aus Gold oder Keramik im Labor gefertigt.
Im Seitenzahnbereich sollte man je nach Größe abwägen, ob man sich für Füllung oder Inlay entscheidet. Die Kaubelastung ist hier wesentlich größer. Eine Kunststofffüllung, oder auch dentinadhäsive Rekonstruktion, schrumpft nach gewisser Zeit und hat eine Lebensdauer von 2-5 Jahren. Inlays oder Teilkronen sollten ca. 10 Jahre halten.
Es wurden mittlerweile auch Verfahren entwickelt, um oberflächliche Karies zu behandeln. Mit dem Carisolvsystem (einer chemischen Substanz) wird die Karies aufgeweicht und kann dann einfach abgespült werden, anschließend wird der Zahn wie gewohnt gefüllt. Diese Methode kann nur bei frei zugänglichen Defekten verwendet werden und dauert einige Zeit. Ähnlich funktioniert die Methode mit einem Laser. Bei beiden Methoden ist der Verlust der gesunden Zahnsubstanz geringer als beim Bohren. Diese Methoden sind speziell bei Kindern und Angstpatienten indiziert.
Für kleine Füllungen, zum Beispiel am Zahnhals, gibt es mittlerweile einen speziellen Werkstoff: ICON. Damit kann die Karies inaktiviert und die Oberfläche versiegelt werden. Das Verfahren ist auch für Zahnhalsfüllungen sinnvoll.

Haben Sie noch alle Zähne?

30.000 Europäer wurden befragt und das Ergebnis spricht Bände: Nur 41 % aller Befragten besitzen noch alle Zähne, in Österreich sind es sogar nur 35%! Jeder fünfte Europäer trägt bereits eine Prothese und in Sachen Prophylaxe sieht es ganz und gar nicht rosig aus.

Nur sechs von zehn Patienten haben im letzten Jahr einen Termin beim Zahnarzt wahrgenommen und nur vier von diesen konnten den empfohlenen zweiten Besuch auf ihrem Patientenkonto verbuchen.

Interessant ist auch, wie es um die persönliche Wahrnehmung der eigenen Zähne steht. Die Teilnehmer wurden nämlich außerdem gefragt, wann sie sich zuletzt für ihr Gebiss geschämt hätten. Spitzenreiter im Selbstbewusstsein waren hier die Holländer, gefolgt von den Deutschen auf Platz 2 und den Österreichern auf Platz 3. Auf dem letzten Rang fanden sich die Rumänen wieder – jeder Achte (!) scheint sich hier für seine Zähne zu schämen. Diese lagen knapp hinter Litauen, Ungarn (jeder Zehnte schämt sich hier), Portugal und Bulgarien.

Nichtsdestotrotz scheint die Zahngesundheit der EU-Bürger insgesamt durchaus im positiven Bereich zu sein. Der Großteil gab an, keine oder nur kaum Beschwerden zu haben. Als Grund, nicht regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen, nennt die Mehrheit die zu hohen Kosten der Doktoren.

Und in Zeiten von Gesundheitsreformen und Krankenkassen, die scheinbar am Hungertuch nagen, ist das einerseits auch durchaus nachvollziehbar. Doch dass diese Kosten auf der anderen Seite immer höher werden, je seltener man zum Zahnarzt geht, darüber wird wohl nur bedingt nachgedacht.

Verspricht ein kräftiger Händedruck ein längeres Leben?

Je stärker ein Mensch zupacken kann, desto länger lebt er. Das zumindest vermutet Dr. Carolina H. Y. Ling der Universität Leiden. Per Dynamometer lässt sich feststellen, wie stark der Händedruck ist und 555 Bewohner aus Leiden im Alter von 85 Jahren wurden in einer von ihr durchgeführten Studie getestet.

Die Ergebnisse sprachen für die Vermutung der Ärztin. Menschen mit schwachem Händedruck litten viel häufiger unter Herzkrankheiten, Depressionen und schlechteren Erinnerungsleistungen, als solche, die einen stärkeren vorweisen konnten.

Nach vier Jahren wurde die Hälfte der Patienten erneut getestet und durchschnittlich hatte die Handkraft um 1,5 kg pro Jahr abgenommen. Je schneller dieser Prozess von statten ging, umso größer war die Sterblichkeit.

Als möglicher ausschlaggebender Faktor für diese interessante Entdeckung wird die Muskelkraft allgemein genannt. Umso vitaler ein Patient ist, umso länger wird ihm das Leben prophezeit. Nichts, was einem nicht einleuchten könnte. Doch muss man dafür die Kraft des eigenen Händedrucks messen?

Der Test, so Ling, könne als Präventivuntersuchung hilfreich sein, um frühzeitig zu erkennen, welche Patienten Maßnahmen ergreifen sollten, ihre Muskelkraft zu erhalten. Durchaus sinnvoll, wenn man bedenkt, dass Deutschland immer älter wird. Also bleibt es abzuwarten, ob der Dynamometer in den Praxen Einzug hält.

Die richtige Vorsorge mit der Zahnzusatzversicherung

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen immer weiter, aber dennoch müssen die Patienten immer mehr Kosten aus eigener Tasche übernehmen. Das beginnt bei der Praxisgebühr und geht bis hin zu Kosten für fälligen Zahnersatz.

Gerade hier, beim Zahnersatz, kann eine Zuzahlung für den Patienten mit enormen Kosten verbunden sein. Die eigentliche Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen liegt im Schnitt bei 50 %, im günstigsten Fall vielleicht bei 65 %. Aber hier kann man mit einer Zahnzusatzversicherung bestens vorsorgen. Mit einer Zahnzusatzversicherung ist es möglich, einen Großteil der Zahnersatzkosten aufzufangen. Für den gesetzlichen Krankenversicherten lohnt sich diese Zahnversicherung auf jeden Fall.

Zahnzusatzversicherung vergleichen auf www.zahnzusatzversicherung.net

Ganz besonders dringlich wird es, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, wenn die Zähne sowieso schon Schäden aufweisen. Hier ist früher oder später damit zu rechnen, dass Kronen oder ein kompletter Zahnersatz nötig werden. Entschließt man sich dann zum Abschluss einer solchen Zahnzusatzversicherung, so ist es nötig, sich vorab eingehend Informationen einzuholen. Entscheidungsgebend sollte hier die Höhe der Beiträge sein, sowie der Leistungsumfang und die Leistungshöhe im Versicherungsfall. Durch das Einholen mehrerer Angebote verschiedener Anbieter wird die Wahl nicht besonders leicht fallen.

Man sollte sich bei der Wahl nicht nur nach der Höhe der Beiträge richten. Bei vielen Zahnversicherungen ist es dann leider so, wenn der Beitrag niedrig ist, dass nicht alle Leistungen in voller Höhe übernommen werden oder einige sogar gar nicht. Der Gang zum Versicherungsmakler ist also unerlässlich. Als Alternative würde sich auch einer der zahlreichen Internetvermittler anbieten. Diese vergleichen gleich mehrere Top-Tarife der Versicherungen. Durch diesen Vergleich werden schnell die Unterschiede ersichtlich. Des Weiteren können die Tarife gleich Online abgeschlossen werden.

Kein Geld für Brillen und Zahnersatz im neuen Hartz IV Katalog

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat nun, sieben Tage später, das Bundesarbeitsministerium einen Härtefallkatalog erarbeitet.

Mit höheren Sätzen können nun chronisch Kranke, Rollstuhlfahrer und Kinder getrennt lebender Eltern rechnen.

Es gibt jedoch weiterhin keine Extraleistungen für Zahnersatz und die Praxisgebühr sowie für Brillen, Waschmaschinen, orthopädische Schuhe und Übergrößenkleidung.

Skandal bei der BKK Gesundheit

Die BKK Gesundheit hat bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt. Grund hierfür ist ein unbekannter männlicher Anrufer, welcher nicht genau bezeichnete Unterlagen zum Kauf anbot. Die BKK lehnte diesen Ankauf ab. Der Anrufer drohte mit der Veröffentlichung seiner Unterlagen sowie einem Imageschaden der Krankenkasse.

Ein Call-Center-Mitarbeiter kopierte Patientendaten mittels Screenshots und speicherte diese privat, um sie später zum Verkauf anzubieten. Verantwortlicher für das Desaster ist der Dienstleister Value5 HealthCare GmbH, welche die BKK während der 24-stündigen Hotline unterstützt.

Mittlerweile wurden alle externen Zugänge gesperrt und sämtliche Aufsichtsbehörden eingeschaltet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurde für eine Analyse beauftragt.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat dafür kein Verständnis: „Es ist ein verantwortungsloser Umgang mit Sozialdaten“, äußerte er gegenüber “Kontraste“( Magazin des rbb)

Alle Krankenkassen wurden nun aufgefordert, sämtliche Verträge mit externen Dienstleistern zu melden, da diese Verträge nun vor Ort unter die Lupe genommen werden müssen.

Es ist wirklich schlimm, dass sich immer wieder Trittbrettfahrer finden.

Salz oder Backpulver als Bleichmittelersatz

Immer wieder wird in Online-Foren der Tipp gegeben, dass man durch das Zähneputzen mit Salz oder Backpulver weissere Zähne bekommt. Von diesem Tipp kann ich nur abraten, da man sich durch das Putzen mit Salz oder Backpulver den Zahnschmelz abschleift, was den Zahn anfälliger für Karies macht.
Um sicher zu stellen, dass die Zähne möglichst lange weiss bleiben, sollte man diese regelmäßig und vor allen Dingen nach Mahlzeiten reinigen, um zurückgeblieben Farbstoffe aus der Nahrung zu entfernen. Sind die Zähne schon verfärbt ist es sicherlich am besten sich diese bei seinem Hauszahnarzt bleichen zu lassen.

Arzt aus Bad Segeberg hilft Armen

Morgen startet Uwe Denker ein einmaliges Projekt in Zusammenarbeit mit der Segeberger Tafel, seine „Praxis ohne Grenzen“. Einmal die Woche will der Ruheständler eine Sprechstunde abhalten, in der nichtversicherte Patienten anonym ohne Rechnung behandelt werden können und notwendige Medikamente bekommen. Die Patienten müssen Ihre „Armut“ nicht nachweisen.

Bundesweit gibt es zehntausende Menschen ohne Versicherungsschutz, vor allem Immigranten, die sich illegal im Land aufhalten, sowie tausende Obdachlose. Auf dem Land gibt es bisher wenige Möglichkeiten für arme Patienten, anders sieht es in den Großstädten aus, z. B. Malteser Migranten Medizin oder Krankenstuben für Obdachlose. Andere Ärzte aus Uwe Denkers Region haben ihre Hilfe zugesagt, ein Lübecker Laborarzt untersucht kostenfrei das Blut, Apotheker überwachen die Medikamente, Krankenschwestern und Arzthelferinnen stehen bereit. Die Unterstützung gab es durch die Tafel. Die Vorsitzende der Segeberger Tafel, Herdis Hagemann, gibt den Bedürftigen, welche sich Lebensmittel von der Tafel holen, gleich die Anlaufstelle zum Arzt, wenn jemand Hilfe benötigt. Nun wird auf dem Gelände der Segeberger Tafel ein Container als Praxis umgebaut und mit Ultraschall, EKG und kleineren Laborgeräten ausgerüstet.

„Vorerst bekommen wir nicht benötigte Medikamente von Altenheimen und von der Medikamentenhilfe“, so Denker.

Mit seiner Praxis ohne Grenzen möchte er Impulse im Gesundheitswesen setzen.

Kommt jetzt die Gesundheitssteuer?

Im Zuge der Verhandlungen um mögliche Steuersenkungen der schwarz-gelben Koalition hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit einer neuen Gesundheitssteuer gedroht. Angesichts der katastrophalen Finanzlage in Deutschland mit einer voraussichtlichen Neuverschuldung von 100 Milliarden Euro bis 2011 müssen Einsparung getroffen werden. Die Gesundheitsreform, so Schäuble, dürfe nicht zu Lasten des Haushaltes gehen. Um die Herkulesaufgabe Schuldenabbau bewältigen zu können, sei ihm sogar die Einführung einer Gesundheitssteuer recht.